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Integrationsklasse für Fremdsprachige

Der Bezirk Küssnacht führt im Schulhaus Ebnet 1 eine spezielle Integrationsklasse, in welcher fremdsprachige Jugendliche gefördert werden. Neben der deutschen Sprache und der Mathematik, welche von Grund auf unterrichet werden, vermittelt die Lehrperson der Integrationsklasse auch wichtige Aspekte im Bereich des Sozialverhaltens.

«Meistens können die Schüler einfache Zahlen addieren, dann hört es aber auf», erklärt Lehrer Otmar Müller. «Ich bearbeite den Stoff der Primarschule und trainiere mit ihnen solange, bis sie die schriftlichen Grundoperationen kennen.» Die grösste Herausforderung stellen für ihn die verschiedenen Kulturen dar. Auf der einen Seite handelt es sich bei den Schülerinnen und Schülern um Flüchtlinge, welche nur wenig Schulerfahrung und einen anderen kulturellen Hintergrund haben als wir Europäer. Auf der anderen Seite gibt es Jugendliche aus Italien oder Slowenien, welche ebenfalls zuerst Deutsch lernen müssen, bevor sie in eine Regelklasse wechseln können.

Gibt es innerhalb der Integrationsklasse einen kulturellen Austausch? «Unter den Jugendlichen findet auf jeden Fall ein positiver Kulturaustausch statt. Es kann auch zu Spannungen kommen, aber in einem normalen Rahmen. Anfänglich hatte ich etwas Respekt, dass es eine Zweiklassengesellschaft mit zwei Gruppen geben könnte. Dies war und ist aber erfreulicherweise nicht der Fall», sagt Otmar Müller. Integration beginnt in der Integrationsklasse? «So ist es. Schülerinnen und Schüler helfen sich gegenseitig und leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration. Dies funktioniert sehr gut.» Kann man die Integrationsklasse als Erfolgsmodell bezeichnen? «Ja, durchaus. Die Integrationsklasse ist ein Projekt, welches auf drei Jahre ausgelegt ist. Der Bezirk Küssnacht hat dazu Ja gesagt. Alle Beteiligten optimieren den Unterricht laufend», betont Otmar Müller.