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Führungssituation an den Bezirksschulen: Bezirksammann bietet Lehrpersonen Hotline an

Verschiedene Entwicklungen innerhalb der Bezirksschulen Küssnacht wurden in den letzten Tagen und Wochen kritisch diskutiert und in den Medien thematisiert. Dem Bezirksrat ist es ein Anliegen, mit gezielten Massnahmen die aktuelle Situation zu verbessern und wieder Ruhe in den Schulbetrieb zu bringen. Bezirksammann Armin Tresch stellt sich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als vertrauliche Ansprechperson zur Verfügung.

Die Kritik an der Führung der Bezirksschulen hat die verantwortlichen Personen und Gremien veranlasst, verschiedene Massnahmen zu prüfen und umzusetzen. In einem ersten Schritt hat der Schulrat die Schulleitung Seematt, welche für die administrative, organisatorische, personelle und pädagogische Führung der Schulhäuser Seematt 1 und 2 verantwortlich ist, evaluiert und Massnahmen zur Entlastung der Führung definiert. Zudem wurde die Pädagogische Hochschule Bern beauftragt, die Weiterentwicklung der Führungsstruktur Seematt zu begleiten.

Am 3. April 2019 fand mit den Lehrpersonen, der Gesamtschulleitung und dem Schulrat ein Workshop statt. Dabei wurden die folgenden Vorschläge erarbeitet, welche zur Verbesserung der Situation beitragen sollen:

  • Schulleitung Seematt: Die Schulleitung Seematt wird im Hinblick auf das neue Schuljahr in eine Schulleitung Seematt 1 und eine Schulleitung Seematt 2 aufgeteilt. Das Pensum wird von heute 100 (eine Person) auf 110 Prozent (zwei Personen) erhöht.
  • Tätigkeiten Schulleiter: Der Grundsatz, dass Schulleitungen nicht unterrichten können, wird präzisiert: Sie können zwar keine Klassenlehrerfunktion übernehmen. Ein kleines Unterrichtspensum neben der Schulleitungsfunktion sollte aber möglich sein.
  • Büro für Schulleitung: Das zurzeit fehlende Büro für die Schulleitung im Schulhaus Seematt 1 soll so schnell wie möglich in den bestehenden Räumen durch eine Umnutzung realisiert werden.
  • Schuladministration: Zur Entlastung des Rektors ist auf das neue Schuljahr eine Leitung Schuladministration anzustreben. Weiter soll abgeklärt werden, wie Schulleitungen Zugriff auf die Schuladministration haben können, damit administrative Aufgaben delegierten werden.

Der Bezirksrat begrüsst diese definierten Massnahmen. Er sieht die Notwendigkeit einer Pensenerhöhung für die Schulleitungen Seematt und einer Reorganisation der Schuladministration. Der Bezirksrat ist überzeugt, dass die erwähnten Massnahmen zu ersten Verbesserungen führen werden. Gleichzeitig ist er sich bewusst, dass der angeschobene Prozess noch nicht abgeschlossen ist. Es müssen weitere Abklärungen getroffen und Massnahmen umgesetzt werden.

Weitere geplante Schritte

Reaktionen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der Lehrervereinigung Küssnacht und aus der Bevölkerung sowie die Berichterstattung in den lokalen Medien zeigen den enormen Stellenwert des Themas. In Absprache mit dem Schulpräsidenten und dem Rektor wurde deshalb beschlossen, dass der Bezirksammann bis auf weiteres als Anlaufstelle für die Mitarbeitenden der Bezirksschulen zur Verfügung steht. Für die Weiterführung des Prozesses ist das Ressort Präsidiales, vertreten durch Bezirksammann Armin Tresch und Landschreiber Marc Sinoli, verantwortlich. Das sind konkret die nächsten Schritte:

  • LVK: In den nächsten Wochen findet ein Gespräch mit dem Vorstand der Lehrervereinigung Küssnacht am Rigi statt. Die Lehrervereinigung vertritt die Interessen der Lehrerschaft der Bezirksschulen Küssnacht und hat in einem Schreiben an den Schulrat verschiedene konkrete Forderungen gestellt.
  • Hotline: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich bis Mitte Mai 2019 mit ihren Wünschen und Anregungen an Bezirksammann Armin Tresch wenden. Er nimmt diese Hinweise per E-Mail entgegen und behandelt sie vertraulich. Zudem stellt sich Armin Tresch auch für persönliche Gespräche zur Verfügung. «Wir nehmen Ihre Anliegen ernst», halten Bezirksammann und Landschreiber in einem Schreiben an die Mitarbeitenden fest.
  • Unterstützung durch externe Fachperson: Die Auswertung der eingegangenen Wünsche, Anliegen und Anregungen soll anschliessend mit Unterstützung einer externen Fachperson erfolgen. Danach sollen die weiteren notwendigen Massnahmen möglichst schnell angepackt und umgesetzt werden. Sobald konkrete Erkenntnisse vorliegen, wird der Bezirksrat wieder informieren.
Armin Tresch
Bezirksammann Armin Tresch stellt sich den Lehrpersonen
ab sofort als Ansprechperson zur Verfügung.

Zum Wohl der Bezirksschulen

Der Bezirksrat ruft sämtliche involvierten Parteien auf, im Sinne der Sache zu agieren und sich weiterhin für das Wohl der Bezirksschulen einzusetzen.

«Störmanöver» durch eine ehemalige Lehrperson

Die Bestrebungen der zuständigen Behörden zur sachlichen Verbesserung der Gesamtsituation an den Bezirksschulen wurden am vorletzten Donnerstag durch eine E-Mail mit unbekanntem Adressatenkreis erschwert. In dieser Mitteilung wurden die Empfänger der E-Mail durch eine ehemalige Küssnachter Lehrperson aufgerufen, vertraulich «Vorkommnisse» zu «derzeitigen und früheren Wirrnissen» zu melden. Der Bezirksammann und der Landschreiber erhielten ebenfalls Kenntnis von dieser E-Mail. Sie zeigten sich erstaunt über das gewählte Vorgehen und suchten das Gespräch mit der ehemaligen Lehrperson. Gleichzeitig  wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bezirksschulen in einem bereits versandten Schreiben darauf aufmerksam gemacht, dass die Weitergabe von internen Informationen an externe Drittpersonen die arbeitsvertraglich geschuldete Treuepflicht verletzen kann.